Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL)

Die kontrollierte Wohnraumlüftung sollte nicht nur bei Niedrigenergie-Häusern ein Thema sein.

Die Vorteile einer KWL liegen auf der Hand:

  • durch ständige Frischluftzufuhr ist kein Lüften des Wohnraumes nötig
  • störende Gerüche wie sie z. B. in Küche, Badezimmer oder durch Zigarettenrauch entstehen können, werden permanent entfernt
  • Feuchteschutz des Gebäudes ist gegeben, dadurch wird Schimmelbildung vermieden (vorteilhaft in innenliegenden Badräumen oder Schlafräumen)
  • der Energieverlust wird verringert, da durch Führung der Abluft über einen Kreuzstromwärmetauscher (Wirkungsgrad bis 95%) Rückgewinnung der Energie erfolgt; die Außenluft wird erwärmt, so dass zum Erwärmen der Zuluft nur noch wenig Energie benötigt wird
  • keine Pollen in der Luft, da diese durch die Filterung der Zuluft „draußen“ bleiben – besonders interessant für Allergiker (je nach Filtereinsatz können bis zu 97% der Schwebstoffe aus der Außenluft entfernt werden)

Bei einer KWL stehen verschiedene Belüftungsstufen zur Auswahl:

  • 1. Feuchteschutz des Gebäudes
  • 2. Reduzierte Lüftung (für Zeiten, in denen sich niemand im Haus befindet)
  • 3. Nennlüftung (angepasst an Personenzahl im Haus)
  • 4. Intensivlüftung (wenn sich mehr Personen als üblich im Haus befinden, beispielsweise bei einer Feier o. ä.)

Die KWL kann auch nachträglich im ganzen Gebäude oder in einzelnen Räumen installiert werden.